Samstag, 25. Oktober 2014

Meine Geschichte der Magersucht (vor 4Jahren)


Okay, ich habe noch nie hier in meinen Blog darüber gesprochen, aber ja ich war vor 4 Jahren magersüchtig. Damals kannte ich diesen ganzen ana quatsch nicht und das war gut so. Denn es ist eine Krankheit. Als ich in der 7. Klasse war, habe ich es damals geschafft abzunehmen, weil ich einfach mich wohlfühlen wollte und auch ins Freibad im Sommer gehen kann ohne mich zu schämen. Damals war ich ein wenig kleiner als jetzt und hatte ein Gewicht von 45 kg. Das war für meine Größe recht viel. Ich erreichte ein Gewicht von ca. 37kg. Vorher hatte ich abgenommen und dann wurde ich krank und nahm dadurch nochmal das gleiche ab. Ich durfte mir jeden Tag in der Schule anhören ich solle mehr essen, ich sei magersüchtig, ich sehe krank aus und und und. Das schlimmste war, ich bekam monatelang anonyme Anrufe, wo zum Beispiel sowas gesagt wurde: "Du bist magersüchtig, du bist fett, du bist magersüchtig, du bist fett...".
Für mich war es einfach schlimm. Sowas macht Menschen kaputt und es ist einfach nicht fair gegenüber Menschen. Jedenfalls dachte ich mir irgendwann dann auch nur dass meine Freundinnen bestimmt einfach nur neidisch auf meine Figur sind, nur weil sie früher dünn waren und dann irgendwann kräftiger wurden. Es war aber auch ein komisches Gefühl, wenn sogar mein Onkel sagte ich habe eine schöne Figur, aber mehr müsste ich nicht abnehmen. Eltern von meinen Freunden meinten sie hätten mich nicht wieder erkannt. Es war schon komisch alles. Und bald reden wir in Pädagogik über Magersucht, wenn keiner was dagegen hat, aber ich überlege meiner Lehrerin zu sagen, dass ich das nicht kann. Klar es ist interessant, aber wenn man selbst in dieser Situation war/ist, dann versteht ihr vielleicht, dass das nicht einfach ist mit anderen darüber zu reden, wenn sie gar nicht wissen was in so einem Menschen vorgeht.
Wenn noch jemand weiteres zu meiner Vergangenheit wissen will, dann lasst es mich wissen. Hier sind noch ein paar Bilder.



2 Kommentare:

  1. ich würd dennoch am pädagogik-unterricht partizipieren, schweigend, ja, aber warum grds nicht? is doch super wenn man ein thema aus der praxis perfekt kennt, lebensnäher kann und wird unterricht ne werden, und so kann man es ja viel besser reflektieren und beurteilen, von verstehen möchte ich au ne reden...

    AntwortenLöschen
  2. Wieso nicht teilnehmen. ?
    Ich meine, wir haben das Thema durch genommen als ich gerade " voll drinnen War " und konnte einiges im Unterricht dazu steuern.
    Die angst geh weg und dir wird zugehört. Du weißt mehr darüber als manch anderer und ich finde gerade deswegen solltest du daran teilnehmen. Wenn es wirklich gar nicht geht, kannst du sie immer noch fragen, ob du diesen Kurs für diese Zeit verlassen kannst, oder nicht ?
    :)
    Bleib stark, daß wird. Einen versuch ist es doch jedenfalls wert oder nicht ?:) mir hat das damals ganz gut getan alle Vorurteile und Gerüchte zu verneinen und dagegen steuern zu können. ...Eingang, weil ich'S besser wusste. ;*

    Liebste grüße,
    Jacki ♡

    AntwortenLöschen